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Open Newsroom

Frühlingsputz für die Schafe

By | Nachhaltigkeit | No Comments

OPEN SEA

Es ist kurz vor Sonnenaufgang, als die Männer unter ihren Decken hervor kriechen und beginnen im Halbdunkel des Strandes nach ihren Stäben zu tasten. Für die Schäfer aus San Giovanni a Piro, einer kleinen Gemeinde ganz im Süden der italienischen Region Campania, ist heute der Tag der Schafschur, der mit einem kurzen Sprung ins Meer beginnt. Für die Schafe.

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Kisten für das globale Dorf

By | Nachhaltigkeit | No Comments

OPEN BOX

Es war die Milchkanne, die mich früh das Prinzip der Globalisierung verstehen liess, unbewusst zumindest. Denn weil der Ort der Produktion der für mein Wachstum so wichtigen Milch ein paar Kilometer von unserem Haus entfernt lag, musste ich jeden Abend mit einer Blechkanne zum Bauern radeln, um die Milch kuhwarm und Just-in-time zum Abendessen zu liefern. Eine eher lästige Dienstleistung, die mich im Alter von acht Jahren fordern liess, unseren Vorgarten in eine Weide samt Kuh umzufunktionieren. Ein sympathisches, aber, wie mein Vater meinte, ökonomisch kaum tragbares Modell.

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Das Ziel: Null Abfall

By | Nachhaltigkeit | No Comments

OPEN SUSTAINABILITY

Eine neue Generation von nachhaltigen, recycelten und bleifreien Schreibgeräten – nur über uns erhältlich.  Wenn es darum geht, Ihre Markenbotschaft der Nachhaltigkeit zu vermitteln, sind sie das glaubwürdigste Kommunikationsmittel der Werbebranche.

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Alle Blaumeisen gehören zusammen, irgendwie jedenfalls

By | Design und Kommunikation | No Comments
OPEN MEMORY

Was von ein paar Affen auf einem einsamen Hügel, sagen wir in Afrika,erlernt wurde, setzte sich wellenhaft über den gesamten Planeten fort.
Erlerntes durchdringt eine gesamte Spezies – und gehört dann zum Gedächtnis aller Affen. Der britische Biologe Rupert Sheldrake ist fest davon überzeugt, dass allen Tieren einer Gattung einmal erworbenes praktisches Wissen wie in einer grossen Bibliothek weltweit zur Verfügung steht. Ein wunderbarer Gedanke.

Rupert Sheldrake hat versucht, diese Phänomene in verschiedenen Experimenten nachzuweisen. In Japan lernt eine Affengruppe eine Frucht mit einem Stein aufzuschlagen. Fast zeitgleich kann das auch eine Gruppe im Kongo und eine andere in Neuguinea. In England erlernen Blaumeisen, die Aluminiumkappen von Milchflaschen aufzuhacken, die der Milchmann vor die Haustüren gestellt hat, um so ihren Speiseplan zu ergänzen. In kurzer Zeit öffnen Blaumeisen in ganz England, hinauf bis Schottland, sogar hinüber nach Schweden und Holland Milchflaschen auf diese Weise. Blaumeisen haben einen Flugradius von 15 Meilen. Keine flog nach Schweden und lehrte dort den neuen Trick. Keine kam nach Südengland und schaute von den anderen Meisen ab.

Oder: Ein Hundebesitzer verlässt jeden Tag um 17 Uhr sein Büro, besteigt seinen Wagen und fährt heim. Genau wenn er seinen Wagen besteigt, begibt sich sein Hund, sein Liebling seit 9 Jahren, ans Gartentor und erwartet ihn schwanzwedelnd. An einem Tag fühlt Herrchen sich nicht wohl und verlässt das Büro um 14 Uhr. Sein Hund erhebt sich in der Küche und geht ans Gartentor. Die Frau seines Herrchens lacht, und könnte der
Hund sie verstehen, wüsste er, dass sie sich über ihn lustig macht: Deine Uhr geht falsch, ruft sie. Kurze Zeit darauf rollt der Wagen mit ihrem Mann
auf die Garage zu. Woher wusste das der Hund? Was Meise mit Meise und Affen mit Affen verbindet ist die Tatsache, dass sie derselben Art angehören und dasselbe Gedächtnis der Natur bedienen. Den Herrn verbindet indes mit seinem Hund eine enge Gefühlsbeziehung. Der Hund weiss, wann sein Herr kommt. Es ist kein Einhalten von einmal Erlerntem, es ist eine Verstrickung von Gefühlen und Kontakten, es ist das, was der britische Biologe Rupert Sheldrake morphische Felder nennt, das Gedächtnis der Natur.

Jedes Werkzeug gehört so irgendwie ganz schnell allen: Neu Erlerntes, intensiv Gefühltes überträgt sich in das Bewusstsein aller Tiere einer bestimmten Gattung, seien es Blaumeisen oder Affen oder es wirkt, wie bei Hund und Mensch, gattungsübergreifend … denn wie sonst sollte es möglich sein, dass das geschieht, was so oft eintrifft, dass nämlich genau in dem Augenblick, in dem ich intensiv an einen lange nicht gesehenen Freund denke und beschliesse, ihm einen Brief zu schreiben, das Telefon
klingelt und er dran ist! … oder meine Frau.

OPEN READ
Rupert Sheldrake: A New Science of Life, 1981.

Photo credits: Maurice Walker

It’s the Mountains, stupid

By | Swissness | No Comments
SWISS OPEN

Wir Schweizer sind ein leicht kauziges, eher verschlossenes Bergvolk, dem es gelang, eine felsige Einöde mit der weltweit höchsten Dichte an Viertausendern in einen führenden Wirtschaftsstandort zu verwandeln. Ein unwahrscheinliches Projekt. Wie haben wir das bloss geschafft? Der Versuch einer Klärung. Read More

Ikone mit Tragegriffen und eigenen Beinen

By | Design und Kommunikation, Nachhaltigkeit | No Comments
OPEN BAG

Es kommt einem so vor, als wäre die blaue Ikea-Einkaufstasche über Nacht zum Modeaccessoire geworden, tatsächlich aber hat es ein paar Jahrzehnte gedauert, bis sie es zu ihrer heutigen Berühmtheit gebracht hatte. Erfunden wurde sie 1996, als Ikea sich einem weniger glamourösen Problem gegenübersah. Man hatte der Einkaufspalette von Selbstbau-Möbeln eine Vielzahl kleinerer Artikel hinzugefügt und es fiel den Kunden zunehmend schwer, sie auf den Einkaufswagen durch die riesigen Geschäftsräume zu bugsieren. Die blaue Tasche war die Lösung, aber es blieb keine, die das Möbelimperium ganz für sich allein behalten konnte. Egal, wie sie es auch versuchten, es gelang ihnen nie ganz, die Kunden davon abzuhalten, die Taschen mit nach Hause zu nehmen. Read More

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